Magdeburg l Anfang September 2018 soll der Ex-DSDS Star Daniel Küblböck (33) vor der Küste Kanadas vom Kreuzfahrtschiff "AIDAluna" gesprungen sein. Seither gilt der Sänger als verschollen, weil kein Leichnam gefunden wurde (Volksstimme berichtete).

Daher ranken sich seit zwei Jahren verschiedene Theorien der Fans um Küblböcks Verschwinden. Weil es seitdem keine verwertbare Spur gibt, fordert das Amtsgericht Anfang August 2020 Passau Küblböck auf, sich bis zum 30. September (0 Uhr) zu melden. Kommt der Musiker der Aufforderung nicht nach, wird ab dem 01.Oktober entschieden, ob Daniel Küblböck offiziell für tot erklärt wird, berichtet eine Sprecherin des Amtsgerichts Passau auf Volksstimme-Nachfrage.

Wie RTL berichtet, könne ein verschollener Seereisender nach sechs Monaten für tot erklärt werden. Dafür müssen allerdings zwei Bedingungen erfüllt sein. Einerseits müssen in diesem Fall die sechs Monate verstrichen sein und andererseits muss eine ernste Todesvermutung vorliegen. Dies trifft auf Daniel Küblböck zu, weil es seit zwei Jahren kein Lebenszeichen gibt.

Erstwohnsitz in Salzweg

Der Antrag auf eine Todeserklärung kann nur beim zuständigen Amtsgericht eingereicht werden, wo der Verschollene seinen letzten Wohnsitz hatte. Laut RTL wohnte Küblböck zuletzt in Berlin, aber sein Erstwohnsitz war in Salzweg im bayrischen Landkreis Passau.

Den Antrag können nur enge Angehörige, betroffene Personen oder gesetzliche Vertreter stellen. Nach RTL-Informationen habe nicht Küblböcks Vater, sondern die Assistentin des Sängers den Antrag gestellt.

Erbe wird nun geregelt

Bis ein Mensch offiziell für tot erklärt wird, müssen die Angehörigen des Verschollenen Miete, Versicherungen und andere laufende Kosten weiter bezahlen. Zudem werden Fragen, die das Erbe betreffen, erst nach der Todeserklärung geregelt. Mit welcher Motivation die Assistentin also den Antrag gestellt hat, ist bisher aber unklar.