Magdeburg l Vor zwei Jahren soll der Sänger Daniel Küblböck (33) vom Kreuzfahrtschiff "AIDAluna" gesprungen sein. Das Schiff war von Hamburg nach New York unterwegs. Vor der Küste Kanadas verliert sich seine Spur. Es wird vermutet, dass der Ex-DSDS-Star ins Meer gesprungen sei. Zu dem Zeitpunkt lag die Wassertemperatur bei zehn Grad Celsius. Seitdem gilt der Sänger als verschollen.

Wie RTL berichtet, hätten Passagiere gegen fünf Uhr am Morgen einen Menschen gesehen, der über Board ging. Der Kapitän wendete das Schiff und fuhr zur Unglücksstelle zurück. Daraufhin stellte sich heraus, dass es sich bei der vermissten Person um Küblböck handelte. Mit Booten und Hubschrauber suchte die kanadische Küstenwache nach dem Sänger.

Im Laufe des Tages tauchten immer mehr Fotos von Daniel Küblböck auf, die ihn in Frauenkleidung auf dem Schiff zeigten. Passagiere schossen die Fotos. Auch Küblböck postete ab dem 2. September 2018 unter den Namen "rosa_luxem" Bilder von sich in Frauenkleidung. Als Bildunterschrift nutzte er die Hashtags "transformation" und "transexuelle". Der damals 33-Jährige wollte sich nach Angaben seiner Freunde wohl zu einer Frau umoperieren lassen.

Instagram-Account existiert noch

Am 8. September 2018 postete er auf dem Account das letzte Bild. Es ist ein Porträt der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bis heute ist der Account bei Instagram noch einsehbar.

Auch ein Jahr nach seinem Verschwinden hofft die Familie noch immer auf ein Wunder und will ihn nicht für tot erklären lassen.

Spekulation der Fans

Im August 2020 berichtete RTL, dass einem Benutzer etwas auf Küblböcks Instagram-Profil aufgefallen sei. Fotos und Kommentare seien verschwunden. So spekulierten Fans, ob der Musiker nicht doch noch lebe und lediglich untergetaucht sei. Andere Fans machten den Vater des Sängers dafür verantwortlich. Nach RTL-Recherche habe es keine Veränderung auf Küblböcks Instagram-Profil gegeben.

Mitte August 2020 forderte das Amtsgericht Passau Daniel Küblböck auf, sich zu melden. Sollte Küblböck der Aufforderung bis zum 25. September nicht nachkommen, wird der Sänger am 30. September 2020 offiziell für tot erklärt. Der Antrag ging nicht von seiner Familie, sondern von seiner ehemaligen Assistentin aus.

Bekannt wurde Küblböck durch seine Teilnahme an der ersten Staffel der Casting-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" bei RTL im Jahr 2003. Er erweckte schnell das Interesse der Zuschauer und galt als "schräger Vogel" der Sendung. Seine Beliebtheit brachte ihn letztendlich auf den dritten Platz.

In den Jahren danach trat er immer wieder im Fernsehen auf. Im September 2015 startete er eine Schauspielausbildung in Berlin. Nach eigenen Angaben wurde er immer wieder aufgrund der Rolle eines Transvestiten gemobbt.

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von rosa_luxemburg (@rosa_luxem) am Sep 6, 2018 um 4:53 PDT