Hannover (dpa) l Die NordLB hat ein milliardenschweres Paket fauler Schiffskredite an den Finanzinvestor Cerberus Capital verkauft. Insgesamt gehe es um ein Portfolio über 2,6 Milliarden Euro, teilte die Norddeutsche Landesbank am Mittwoch in Hannover mit. Mit Vollzug des Verkaufs seien die problematischen Altbestände an Schiffskrediten auf rund 4,9 Milliarden Euro reduziert worden – Ende 2018 hatte das Gesamtvolumen der problematischen Schiffskredite noch bei 7,5 Milliarden Euro gelegen. Die Parteien vereinbarten Stillschweigen über die Konditionen des Verkaufs, der Kaufvertrag wurde bereits im Februar unterzeichnet.

Die NordLB hatte wegen des schwierigen Schiffsfinanzierungsgeschäfts Milliardenverluste verzeichnet und benötigt eine Finanzspritze von insgesamt rund 3,63 Milliarden Euro. Den größten Teil müssen die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schultern, die Sparkassengruppe den Rest. Die Bank soll künftig mit 3250 statt 5500 Mitarbeitern auskommen. Kern des Geschäftsmodells sollen künftig das Firmenkundengeschäft, die Immobilienfinanzierung und das Agrarbanking sowie das Privatkundengeschäft sein.