Es ist richtig, besonders betroffenen Landwirten zu helfen. Rein ökonomisch betrachtet müsste man natürlich die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, einem Unternehmen, das bei 30 Prozent Produktionsausfall trotz gleichzeitiger Preissteigerung für das Produkt bereits in die Knie geht, noch zu helfen. Beim nächsten verregneten Frühjahr stünde es wieder vor der Pleite.

Aber wir haben es mit einer besonderen Branche zu tun: Landschaftspfleger, Umweltschutzbeauftragter, Garant für autonome Lebensmittelversorgung. Und sie ist besonders betroffen von staatlicher Regulierung, die auch immer wieder wirtschaftliche Einbußen zur Folge hat. Eine Beschleunigung des Höfesterbens ist auch nicht im allgemeinen Interesse, insbesondere nicht im ländlichen Raum.

Schwierig wird es, die Hilfe gerecht und zeitnah zu organisieren. Bund und Länder sind involviert, aufwendige Nachweise müssen geführt werden. Zu befürchten ist, dass ausgerechnet die größten Betriebe die erfolgreichsten Anträge stellen werden.

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