Der Black Friday läutet in den USA seit vielen Jahren das Weihnachtsgeschäft ein – und schwappt zunehmend nach Deutschland hinüber. Was als einzelner Rabatt-Tag begann, wächst über die „Black Cyber Woche“ (Amazon) bis hin zum „Black Month“ (home24) und endet mit einem blanken Konsum-Irrsinn. Bleibt nur die Frage: Wer soll all die Sachen eigentlich kaufen? Wer flexibel ist, kann laut einer Umfrage zwar deutlich Geld sparen – wer ein bestimmtes Produkt haben möchte, kann nur bedingt auf Rabatte hoffen. Hier gilt die alte Händler-Devise: Haben ist besser als Brauchen.

Und so wird seit Jahren zunehmend eingekauft, obwohl das Smartphone erst ein Jahr und die Soundanlage nicht einmal ausgepackt wurde. Besser als ein Ausnahmetag – oder eben auch Monat – wäre es vielleicht, generell weniger einzukaufen: Denn dafür findet in den USA zeitgleich der „Buy Nothing“ (Kauf-nichts-Tag“) statt – der hoffentlich auch bald in Deutschland größer wird.