Magdeburg (dpa) l Knappes Personal und brummende Konjunktur: Wer einen Handwerker für Bau- und Umbauarbeiten braucht, muss im Norden Sachsen-Anhalts erneut längere Wartezeiten einplanen. Die Betriebe des Bauhaupt-Handwerks seien im Schnitt auf 14 Wochen ausgebucht, teilte die Handwerkskammer Magdeburg am Freitag anlässlich ihrer aktuellen Konjunkturumfrage mit. Das sind noch einmal drei Wochen mehr als im Herbst. Auf einen Termin mit einem Ausbauhandwerker müssen Kunden durchschnittlich elf Wochen warten. Einige Betriebe seien sogar bereits für das ganze Jahr ausgebucht, hieß es.

„Die Auslastung bis an die Kapazitätsgrenzen zeigt, dass die Betriebe mit dem Beschäftigungsaufbau in den derzeit starken Auftragslagen kaum hinterherkommen“, sagte Kammer-Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe. Ein Großteil der Betriebe quer durch alle Gewerke habe sein Personal konstant gehalten. Für das Sommerquartal werde mit einem Aufbau gerechnet. Die Stimmung des Handwerks ist im ganzen Land weiterhin „hervorragend“, wie die Konjunkturberichte melden.

Im Norden Sachsen-Anhalts blieb die Zahl der Handwerker mit 69.000 etwa konstant, im Süden ging sie laut Handwerkskammer Halle in den ersten drei Monaten leicht um 1500 Beschäftigte auf 70.500 zurück. Beide Kammern begründen diese Entwicklung damit, dass viele Handwerker in Rente gingen und Nachwuchs fehle. „Unsere Betriebe könnten wachsen, wenn genügend Fachkräfte vorhanden wären“, so Grupe.