Magdeburg/Essen l Nach dem Einkauf direkt an die Zapfsäule und volltanken: Immer mehr Filialen von Aldi-Süd bieten Billig-Sprit auf ihren Parkplätzen an. Neun Tankstellen sind es derzeit, weitere Zapfsäulen sollen hinzukommen. Das Angebot werde gut angenommen, heißt es von Aldi-Süd. Prinzip: Der Kunde zapft selbst und bezahlt mit EC- oder Kreditkarte an einem Automaten. Aldi Süd betreibt die Tankstellen nicht selbst. Die Flächen werden an Avanti verpachtet. Der Betreiber gehört zum österreichischen Mineralölkonzern OMV.

Bei Aldi Nord hält man sich mit konkreten Plänen für ein Tankstellen-Angebot bedeckt. Man beschäftige sich aber „intensiv“ mit dem Thema, sagt ein Sprecher der Aldi-Zentrale in Essen der Volksstimme.

Auch Aldi-Konkurrent Lidl testet Geschäftsmodelle wie den Betrieb von Tankstellen. Derzeit sei ein Einstieg nicht geplant, sagt ein Sprecher.

Bei den Sprit-Preisen liegt Aldi unter dem Schnitt. Donnerstag etwa gab es den Liter Super an der Aldi-Zapfsäule in Ludwigsburg (Baden Württemberg) um 14 Uhr für 1,38 Euro (Schnitt 1,40 Euro). Bei zwei anderen Anbietern im Umkreis lag der Preis bei der Stichprobe indes unter 1,35 Euro. Im Österreich hatte Aldi-Tochter Hofer vor Jahren einen Run aufs Discounter-Tanken ausgelöst. Der Liter Diesel war 2009 für zeitweise 50 Cent verschleudert worden. Laut ADAC rangieren Tankstellen an Supermärkten häufig am unteren Ende der Preisskala. Ein Sprecher empfiehlt dennoch, auf speziellen Plattformen die Preise der Anbieter zu vergleichen.