Oberursel (dpa/tmn) - Nach dem Klapptelefon Razr bringt Motorola ein weiteres Smartphone mit ungewöhnlichem Design. Beim Motorola Edge sind die Displaykanten um die Geräteecken gezogen und nehmen gut die Hälfte der Außenseiten ein.

Ein ähnliches Design verfolgte etwa Samsung vor einigen Jahren mit den Galaxy- und Note-Edge-Modellen. Nutzern sollen sich so neue Möglichkeiten bei der Bedienung des Android-Smartphones bieten.

Zum Beispiel, indem Schaltflächen oder Regler in die Displayränder ausgelagert werden. Ebenfalls an Bord: 5G-Funktechnik für schnellere Datenübertragung. 599 Euro soll das Edge kosten und spätestens im Juni in den Handel kommen.

Drei Kameras mit Weitwinkel-, Tele- und Makroobjektiven

Im Inneren steckt Qualcomms Snapdragon 765, 128 Gigabyte (GB) Speicher und 6 GB Arbeitsspeicher. Die Auflösung des 6,67 Zoll großen OLED-Displays liegt bei 2340 zu 1080 Pixeln. Es kann Bildinhalte mit hohen Kontrasträumen in HDR10 und maximal 90 Hertz Bildwiederholungsfrequenz anzeigen.

Dazu gibt es drei Kameras mit 64, 16 und 8 Megapixeln Auflösung mit Weitwinkel-, Tele- und Makroobjektiven. Die Kamerabatterie erhält Softwareunterstützung und kann so auf Wunsch etwa Bildausschnitte selbst wählen oder hochauflösende Zoomaufnahmen schießen.

Laser-Autofokus an Bord

Per Laserautofokus soll sie besonders schnell fokussieren und Tiefeninformationen ermitteln können. Videos nimmt das Edge in 4K-Auflösung (3840 zu 2160 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde auf.

Das Dual-SIM-Gerät mit Android 10 und üppigem 4500-Milliamperestunden-Akku startet zeitgleich mit dem größeren Motorola Edge+, das allerdings vorerst nicht für den deutschen Markt vorgesehen ist. Es hat den größeren Snapdragon 865-Prozessor, 12 GB Arbeitsspeicher, eine 108-Megapixel-Hauptkamera und drahtlose Schnellladung. Zudem kann es Videos in 6K-Auflösung filmen. Warum das Edge+ dem deutschen Markt vorenthalten bleibt, verrät Motorola bislang nicht.

   

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