Berlin (dpa) - Daniel Luther ist neuer Präsident des eSport-Bund Deutschlands (ESBD). Die Mitgliedschaft wählte den Geschäftsführer von KiNG eSports mit 31 Stimmen und sechs Enthaltungen in das Amt, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Luther hatte keine Gegenkandidaten.

"Der ESBD hat in den drei vergangenen Jahren wichtige Pfade für den organisierten E-Sport in Deutschland beschritten", sagte der 30-Jährige laut einer Pressemitteilung des Verbandes. "Ich freue mich, die weitere Entwicklung des Verbandes zu gestalten."

Der Posten war freigeworden, nachdem Hans Jagnow im August seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte den Verband seit 2017 geleitet.

Auch weitere Posten im Präsidium wurden neu gewählt: Christopher Flato, PR-Direktor der ESL, wird 1. Vizepräsident, Markus Bonk von Ad Hoc Gaming wird Vizepräsident Leistungssport und Matthias "Knochen" Remmert von Freaks 4U Gaming Vizepräsident Veranstalter. Auch für diese Posten gab es keine weiteren Bewerber.

Des Weiteren hat die Mitgliedschaft auch über den Aufbau von Landesverbänden diskutiert. Innerhalb einer zweijährigen Übergangsphase solle der organisatorische Rahmen dafür geschaffen werden.

Auch einer geschärften Position zur Gemeinnützigkeit des E-Sports, seit Jahren politisches Streitthema, wurde zugestimmt. "Die Politik soll die verbliebene Zeit bis zum Ende der Legislaturperiode nutzen und den gesamten E-Sport als gemeinnützig anerkennen", so Luther.

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