Krefeld (dpa) - Die Zukunft der finanziell angeschlagenen Krefeld Pinguine aus der Deutschen Eishockey Liga entwickelt sich zur Hängepartie. Bei einer Gesellschafterversammlung am Montag in einem Notariat ist die zur Rettung der Saison angedachte Stammkapital-Erhöhung vorerst gescheitert.

Die Parteien vertagten sich erneut auf Anfang Januar, laut "Westdeutscher Zeitung" dauerte die Versammlung gerade einmal zehn Minuten. Der Anwalt des Gesellschafters Energy Cosulting, bei dem Investor Michail Ponomarew Geschäftsführer gewesen war, erklärte bereits vor der Eröffnung, dass er der Erhöhung nicht zustimmen werde. Schon im Vorfeld hatte Anwalt Wolfgang Peters erklärt, seine Mandantin könne der Erhöhung nicht zustimmen, wenn es keine weiteren Informationen gebe, und kündigte eine Klage an, um Einsicht in die Bücher zu erlangen.

Derweil stellte sich nach Vereinsangaben der Rechtsanwalt eines potenziellen neuen Gesellschafters vor. Dieser sei bereit, die Anteile der Energy Consulting zum Nennwert zu übernehmen. Energy habe wiederum ihre Bereitschaft erklärt, sie abzugeben. Dazu werde es laut Verein kurzfristig Gespräche geben. Der neue Gesellschafter ist bisher nicht bekannt.

Laut Medienberichten beträgt die Etat-Unterdeckung der Pinguine inzwischen 1,2 Millionen Euro. Selbst wenn die aktuelle Saison gerettet wird, ist unklar, ob der deutsche Meister von 2003 für die kommende Saison erneut eine Lizenz beantragen kann.

Mitteilung des Vereins

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