Bad Tölz (dpa) - Ex-Bundestrainer Hans Zach sieht trotz der olympischen Silbermedaille von Pyeongchang 2018 keine spürbare Leistungssteigerung im deutschen Eishockey.

"Wir sind trotz der Silbermedaille bei Olympia noch nicht weiter als vor 30 Jahren, da können alle sagen, was sie wollen", sagte Zach im Interview des Fachmagazins "Eishockey News".

Der 69 Jahre alte frühere Meistermacher der Düsseldorfer EG und der Hannover Scorpions beklagte, dass die Clubs aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch immer "bis auf wenige Ausnahmen" kaum Geld für den Nachwuchs investieren wollten. "Wir brauchen in erster Linie gute Nachwuchstrainer, da müssen wir Geld investieren", sagte Zach, der zudem auch fehlende individuelle Fördermöglichkeiten in den bestehenden Nachwuchs-Akademien bemängelte.

So lange die Nachwuchsausbildung nicht nachhaltig breiter verbessert wird, würde auch eine Reduzierung der Ausländerlizenzen in der DEL nichts nützen. "Es mag sein, dass es wieder mehr junge Spieler gibt, aber die müssen herangeführt und gut ausgebildet werden. Da brauchen sie Pädagogen und geschulte Ausbilder", sagte Zach, der am Samstag seinen 70. Geburtstag feiert.

Trainerprofil von Hans Zach