Berlin (dpa) - Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind der Meinung, dass Werbung gewinnorientierter Unternehmen in Schulen und im Unterricht verboten werden soll.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov stimmten 71 Prozent der Befragten einer solchen Aussage zu (46 Prozent) oder eher zu (25 Prozent). 12 Prozent lehnten sie zumindest eher ab, 16 Prozent machten keine Angabe.

Am seltensten stimmte die jüngste befragte Altersgruppe (18-24 Jahre) mit 49 Prozent zu. In der Altersgruppe über 55 Jahren sprachen sich 83 Prozent für ein Verbot aus.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) hatte zuvor bereits strengere Regeln gegen Werbung an Schulen gefordert. Es sei zwar politischer Konsens, dass Werbung gewinnorientierter Unternehmen in den Einrichtungen nichts zu suchen habe, sagte der Vorsitzende Klaus Müller. Man stelle aber fest, dass sie sich "auf vielfältige Art und Weise" in den Unterricht schleiche.

© dpa-infocom, dpa:200929-99-750953/3

Positionspapier VZBV zu Werbung an Schulen