Berlin (dpa/tmn) - Der Führerschein, den man eigentlich mal abgeben müsste. Der Toilettengang, der nicht mehr so klappt. Das Kochen, das langsam gefährlich wird. Rund um die Pflege gibt es viele Anlässe für heikle Gespräche. Auch und gerade zwischen Kindern und ihren Eltern sind die nicht immer leicht zu führen. Doch es gibt Methoden, die dabei helfen, heißt es im Magazin "Pflege daheim" (Ausgabe 2/2019).

Wichtig ist vor allem, die Gespräche nicht unter Zeitdruck und zwischen Tür und Angel zu führen - denn heikle und emotionale Themen brauchen ihre Zeit. Und auch Gefühle brauchen Raum: Der Versuch, solche Gespräche auf einer sachlichen Ebene zu führen, ist vermutlich zum Scheitern verurteilt. Geht es an die persönliche Unabhängigkeit des Einzelnen, muss es fast zwangsläufig emotional werden.

Daher sollten die Teilnehmer an solchen Gesprächen von vornherein versuchen, aufrichtig und offen über Gefühle und Ängste zu sprechen. Konkrete Bitten sind gut, Forderungen dagegen schlecht. Und gutes, aufmerksames Zuhören ist ohnehin Pflicht. Auch ein Sprechen auf Augenhöhe kann helfen: Wenn ein Gesprächspartner liegt, sollte der andere also möglichst neben ihm sitzen - und nicht über ihm thronen.