Liverpool (dpa) - Trainer Jürgen Klopp vom englischen Fußballmeister FC Liverpool hat vor dem Premier-League-Kracher beim FC Chelsea am Sonntag eine angebliche Rivalität mit Chelsea-Coach Frank Lampard dementiert.

"Ihr müsst aufhören, die Zeitung zu lesen", sagte Klopp. "Als ich gehört habe, was all die Journalisten aus dieser Nummer gemacht haben, hab ich das echt nicht verstanden. Ich habe einfach nur eine Frage beantwortet, und jeder hat daraus gemacht, was er wollte."

Chelsea hatte seinen Kader im Sommer für rund 250 Millionen Euro aufgerüstet, die Reds agierten im Vergleich dazu eher zurückhaltend auf dem Transfermarkt. Klopp hatte daraufhin erklärt, Liverpool könne sich nicht auf einmal "wie Chelsea verhalten" und gesagt, für andere Clubs sei es nicht so wichtig, wie unsicher die wirtschaftliche Zukunft aufgrund der Corona-Krise sei, weil sie Oligarchen gehören.

"Vielleicht hatte es mit der Sprache zu tun oder was auch immer", sagte Klopp jetzt, "ihr macht alle eine Story daraus, dass ich mich über Chelseas Transfer-Verhalten geäußert habe. Was ich gesagt habe, war, dass wir uns in dieser Lage nicht so verhalten können wie andere Vereine."

"Ich respektiere sehr, was Frank macht. Er ist wahrscheinlich auch ein sehr netter Kerl. Ich weiß es nicht, weil ich ihn privat nicht kenne", sagte der Meistermacher, der sich beim Spiel gegen Chelsea mit Lampard ein Wortgefecht geliefert hatte. An der Seitenlinie wären beide Trainer eben sehr emotional und manchmal aufgebracht, so Klopp. Aber: "Mehr als das ist es nicht", betonte er. "Mit einer Rivalität kann ich nicht dienen."

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Pressekonferenz Jürgen Klopp (Video)