San José (dpa) - Der in den USA lebende deutsche Fußballprofi Florian Jungwirth sieht eine schnelle Rückkehr zum Ligabetrieb in der Coronavirus-Krise kritisch.

"Ich würde mir wünschen, dass erst mal alle Menschen mit Existenzängsten ihren Alltag zurück bekommen, bevor ich als Fußballprofi an der Reihe bin", sagte der 31-Jährige der "Frankfurter Rundschau". Jungwirth war in Deutschland unter anderem für den SV Darmstadt 98 und den VfL Bochum aktiv und spielt seit 2017 für die San José Earthquakes in der US-Profiliga MLS.

"Innerhalb von zwei Wochen sind in den USA zehn Millionen Arbeitslosenmeldungen reingeflattert. Es gibt hier kein Arbeitslosengeld oder einen Kündigungsschutz", sagte er. "Für mich würde es sich falsch anfühlen, wenn ich trainieren kann, gleichzeitig aber die Menschen vor die Hunde gehen."

Die Teams in der MLS dürfen frühestens am 25. April wieder mit dem Training beginnen. Erwartet wird, dass die von der Liga verordnete Pause verlängert wird. In den USA gibt es weltweit die meisten mit dem Coronavirus infizierten Menschen.

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