Madrid (dpa) - Im spanischen Profi-Fußball finden die auch bei vielen deutschen Fans äußerst unbeliebten Montagsspiele ab sofort nicht mehr statt. Das entschied ein Richter in Madrid.

Im Streit mit der Profiliga und den Clubs der 1. und 2. Liga um Meister FC Barcelona und Real Madrid hatte der spanische Verband RFEF auch die Abschaffung der Freitagsspiele gefordert. Diesem Wunsch kam Richter Andrés Sánchez zwar nicht nach. Verbandschef Luis Rubiales war aber dennoch mit dem Urteil zufrieden: "Ich bin sehr glücklich. Der Wunsch der Fans wird erfüllt", twitterte er.

Die Entscheidung des Richters der zweiten Kammer des Madrider Handelsgerichts wurde nur wenige Tage vor dem Auftakt der neuen Saison bekannt. Somit kann das erste Saisonspiel der Primera División zwischen Athletic Bilbao und Titelverteidiger FC Barcelona am Freitag, dem 16. August, wie geplant stattfinden. Die ursprünglich für den 19. August angesetzten Begegnungen zwischen Aufsteiger RCD Mallorca und SD Eibar sowie zwischen Betis Sevilla und Real Valladolid müssen allerdings vorverlegt werden.

Die Liga kündigte derweil an, man werde beim Oberlandesgericht von Madrid Einspruch einlegen. Die Liga, die Clubs und auch das Multimediaunternehmen Mediapro hatten erklärt, eine Abschaffung der Montags- und Freitagsspiele werde zu einer deutlichen Senkung der Einnahmen aus den TV-Rechten führen. "Das wäre ein Desaster, das würde uns ruinieren", sagte etwa jüngst der Präsident des Erstligisten FC Villarreal, Fernando Roig.

Die Bundesliga hatte erst im vorigen November beschlossen, die Montagsspiele ab der Saison 2021/22 abzuschaffen. In der 2. Bundesliga wird es dann ebenfalls keine Montagsspiele mehr geben.

Reaktion von Verbandschef Rubiales auf Twitter