Köln (dpa) - Nach zwei heftig diskutierten Abseits-Situationen in den DFB-Pokalspielen zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn sowie Jahn Regensburg und dem 1. FC Köln hofft Kölns Sportchef Horst Heldt, dass diese nicht zum Dauer-Thema werden.

"Es wäre traurig, wenn sich nun auch noch ständige Diskussionen über Abseits entwickeln würden", sagte Heldt und ergänzte: "Es reicht, wenn wir ständig über Handspiele diskutieren müssen."

Bisher habe er "normalerweise das Empfinden gehabt, dass Abseits klar geregelt ist und wir nicht diskutieren müssen". Beim aberkannten 3:1 der Kölner, die letztlich im Elfmeterschießen gegen Regensburg ausschieden, ließ sich die Situation aber wie beim Dortmunder Siegtreffer zum 3:2 am Dienstag nicht abschließend klären.

"Die Schiedsrichter haben es mir in der Halbzeit auf dem Weg in die Kabine versucht zu erklären. Sie haben es nach der Halbzeit versucht und nach dem Spiel noch mal. Man kann ihnen nicht nachsagen, dass sie sich keine Mühe gegeben hätten", sagte Heldt: "Und ich habe mir auch Mühe gegeben, es zu verstehen. Aber ich verstehe es bis heute nicht. Und ich werde es auch morgen nicht verstehen. Es leuchtet mir einfach nicht ein. Beim Gegner gab es auch gar keine Proteste, von daher war das für alle ziemlich verwunderlich."

Nach einer zunächst abgewehrten Ecke von Ondrej Duda und einem zu kurzen Klärungsversuch des Regensburger Verteidigers Scott Kennedy hatte Benno Schmitz Dudas Flanke per Kopf ins Tor verlängert. Der DFB hatte die Entscheidung damit begründet, dass "die Berührung des Balles durch einen Spieler der verteidigenden Mannschaft eine Abseitsstellung nur dann aufhebt, wenn es sich dabei um ein absichtliches Spielen des Balles handelt, das nicht einer Abwehraktion entspringt." Im betreffenden Fall sei es keine neue Spielsituation gewesen.

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