Hannover (dpa) - Einen Tag nach seiner massiven Kritik an der Mannschaft von Hannover 96 hat Clubchef Martin Kind auch die eigene Verantwortung an der sportlichen Krise des Fußball-Bundesligisten betont.

"Ich habe auch einen großen Anteil an den Fehlern, die sich nun in unserer Platzierung widerspiegeln. Wir haben uns zu selten strategisch positioniert", sagte der 74-Jährige dem "Kicker". "Es waren immer operative Entscheidungen, wenn es um Sportdirektoren oder Trainer ging. Wir müssen aber in Zukunft alle Dinge professioneller und strukturierter angehen."

Nach dem 1:5-Debakel im Abstiegskampfduell beim VfB Stuttgart hat der Tabellenvorletzte Hannover fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Den Trainer Thomas Doll verteidigte Kind gegenüber dem "Kicker", Manager Horst Heldt nahm er dagegen in die Pflicht.

"Thomas Doll ist nach wie vor hoch motiviert", sagte Kind. Von Heldt erwarte er "eine selbstkritische Analyse". Eine vorzeitige Trennung vom Manager steht zumindest aktuell nicht zur Diskussion. "Er hat einen Vertrag bis 2021", sagte Kind über Heldt. Er möchte dieses Thema "jetzt nicht behandeln".

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