München (dpa) - Der FC Bayern München rüstet seine Fußball-Profis wegen der Coronavirus-Krise für individuelles Training daheim aus. Der deutsche Rekordmeister veröffentlichte ein Foto mit Fahrradergometern, die den Spielern um Kapitän Manuel Neuer nach Hause geliefert würden.

Der 31-jährige Bayern-Torjäger Robert Lewandowski veröffentlichte in den Sozialen Medien ein Foto, das ihn nach dem Anbruch der Schienbeinkante am linken Knie zu Hause im Kraftraum zeigt. Bei Liegestützen liegt dabei Tochter Klara auf dem Rücken des polnischen Nationalstürmers.

Ursprünglich hätte das Team des Bundesliga-Tabellenführers nach freien Tagen erstmals wieder auf dem Vereinsgelände trainieren sollen. Die sportliche Leitung um Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick hatte die Einheit aber abgesagt. Über das weitere Vorgehen will der Verein beraten.

Die Mitgliederversammlung der 36 deutschen Proficlubs hatte entschieden, dass die Bundesliga und die 2. Liga ihren Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 2. April unterbrechen. Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte gesagt, dass der Verein alles unternehmen werde, "um die Spieler und ihre Familien zu schützen". Die Gesundheit sei aktuell "das wichtigste Gebot".

Auch bei Borussia Dortmund wird vorerst bis kommenden Montag nicht mehr trainiert. Eigentlich sollte der Fußball-Bundesligist am Dienstag nach zwei trainingsfreien Tagen das gemeinsame Training wieder aufnehmen. Wegen der Coronavirus-Pandemie bekamen die Spieler aber die Anweisung, vorerst nicht mehr zu kommen und wurden mit individuellen Plänen ausgestattet.

"Es ist sinnvoll, dass die Spieler erst einmal zuhause bleiben", sagte Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl. Ob tatsächlich vom kommenden Montag an wieder trainiert werden kann, ist auch noch unklar. "Wir müssen einfach abwarten", meinte Kehl, der auf die sich ständig ändernde allgemeine Lage verwies. Der BVB schloss am Dienstag auch vorerst alle Fanshops.

Auch die Profis des FSV Mainz 05 halten sich vorerst nur noch in Heimarbeit fit. Der Fußball-Bundesligist setzte den geregelten Trainingsbetrieb für unbestimmte Zeit aus. "Eine Umstellung auf individuelles Training im heimischen Umfeld ist unserer Ansicht nach durch die Entwicklungen der vergangenen Tage in Bezug auf das Coronavirus wichtig und richtig", begründete FSV-Trainer Achim Beierlorzer die Maßnahme. Der 52-Jährige kündigte zugleich an: "Natürlich bleiben sowohl Trainerstab als auch medizinische Abteilung weiter im engen Austausch mit unseren Spielern."