Berlin (dpa) - Hertha BSC würde die Corona-Krise ohne die hunderten von Millionen Euro von Investor Lars Windhorst auch hart treffen.

Der Präsident des Berliner Fußball-Bundesligisten, Werner Gegenbauer, sagte dem "Kicker" (Montag): "Wir wären sicher ernsthaft ins Trudeln kommen - was nicht heißt, dass wir das Trudeln nicht abgefangen hätten. Aber selbstverständlich wäre das ein ernsthaftes Thema geworden."

374 Millionen Euro werden es nach der letzten Zahlung von Windhorst über dessen Investmentunternehmen Tennor Ende dieses Monats gewesen sein. Der 43 Jahre alte Windhorst war im Sommer vergangenen Jahres bei der Hertha eingestiegen. Mithilfe seines Geldes hofft der Hauptstadtclub, sich irgendwann dauerhaft im oberen Bereich der Bundesligatabelle etablieren und sich für die Champions League qualifizieren zu können.

"Seit er als Investor bei Hertha BSC da ist, hatte ich noch keinen Tag, an dem es mir lieber gewesen wäre, dass er nicht da ist", sagte Gegenbauer. Der 70-jährige Berliner, selbst Unternehmer, stellte auch klar, wer letztlich das Sagen hat. "Das Geschäft führt die Geschäftsführung von Hertha BSC. Und meine Position ist auch klar: Ich bin nicht der ehrenamtliche Präsident des Investors, sondern der ehrenamtliche Präsident der Hertha-Mitglieder."

Dass sie sich mit Windhorst austauschen und sich gegenseitig über Entscheidungen und die Prozesse dahin informieren würden, sei klar. "Aber die Entscheidungen trifft der Verein", betonte Gegenbauer.

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