Mainz (dpa) - Der FSV Mainz 05 hat erstmals seit der Saison 2014/2015 wieder Verlust gemacht.

In dem von der Corona-Krise geprägten Geschäftsjahr 2019/2020 (endete am 30. Juni) stand ein Minus von 2,2 Millionen Euro unter dem Strich, wie der Fußball-Bundesligist bei einer digitalen Informationsveranstaltung mitteilte.

Der Umsatz fiel auf 115,6 Millionen Euro - nach einem Rekordumsatz von 145,4 Millionen Euro im vorherigen Geschäftsjahr. Trotz geringerer Einnahmen vor allem aus Transfers sei es der zweithöchste Gesamtumsatz in der Geschichte der Rheinhessen.

Die Umsatzprognose vor Ausbruch der Corona-Pandemie hätte bei 119,8 Millionen Euro gelegen, sei aber im Frühjahr korrigiert worden. Verschiedene Sparmaßnahmen und die vorläufige Aussetzung diverser Projekte haben "einen Rückgang in moderatem Rahmen" gehalten, hieß es. Dadurch hätten in den vergangenen Monaten bereits rund 3,4 Millionen Euro eingespart werden können, teilte der Club mit.

"Wir haben immer noch eine gesunde Umsatzgröße für einen Verein wie Mainz 05", sagte der kaufmännische Vorstand Jan Lehmann. Man sei guter Dinge, die Situation auch künftig meistern zu können. Allerdings würde die Planung für die Saison 2020/21 "sowohl Chancen als auch große Risiken" aufgrund der ungewissen Entwicklung, insbesondere durch Spiele ohne Zuschauer oder sogar Spielausfälle, beinhalten, betonte Lehmann. Allein aufgrund der Reduktion der Medienerlöse sowie vor leeren Rängen ausgetragenen Heimpartien kalkuliert Lehmann mit Mindereinnahmen von rund 16 Millionen Euro.

© dpa-infocom, dpa:201028-99-109840/2

Mitteilung