Berlin (dpa) - Hertha-Manager Michael Preetz hat angebliche Differenzen mit Millionen-Investor Lars Windhorst oder Aufsichtsratsmitglied Jens Lehmann über den Kurs beim Berliner Fußball-Bundesligisten dementiert.

"Der Austausch mit Tennor oder Jens Lehmann ist völlig in Ordnung", sagte Preetz bei der digitalen Club-Pressekonferenz vor dem Spiel beim FC Augsburg.

Konkrete Gründe für die verspätete Auszahlung der letzten Tranche von 100 Millionen Euro von Windhorsts Tennor Group nannte Preetz nicht. "Beide Partner haben das so vereinbart", sagte der 53-Jährige. Ursprünglich war Hertha von einer Zahlung bis Ende Oktober ausgegangen, nun fließt das Geld erst im weiteren Saisonverlauf.

Dem Vernehmen nach ist man im Windhorst-Lager unzufrieden über die Verwendung der bislang gezahlten 274 Millionen Euro, die auch zur Schuldentilgung eingesetzt wurden. Die Hertha äußerte sich dazu nicht.

Preetz kündigte derweil an, dass man im kommenden Transferfenster nicht im Umfang des Vorjahres in die Mannschaft investieren werde. "Wir haben im letzten Winter für Hertha außergewöhnliche Transfers getätigt. Das werden wir in diesem Winter in dem Maße sicherlich nicht machen", sagte er. Noch unter Trainer Jürgen Klinsmann hatte die Hertha zu Jahresbeginn fast 80 Millionen Euro für Lucas Tousart, Santiago Ascacibar, Krzysztof Piatek und Matheus Cunha ausgegeben.

Mit Aufsichtsrat Lehmann soll es Medienberichten zufolge kürzlich zu Unstimmigkeiten bei einem Gespräch mit Preetz und Labbadia gekommen sein, da sich der ehemalige Nationaltorwart zu sportlichen Aspekten geäußert haben soll. Diese Darstellung wies der Manager zurück. "Es ist völlig klar, dass sich ehemalige Fußballer über Fußball unterhalten", sagte Preetz.

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