Stuttgart (dpa) - Der VfB Stuttgart rechnet vor allem wegen der Corona-Pandemie für diese Saison mit einem Verlust in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe.

"Allein jedes Heimspiel ohne Fans auf den Rängen bedeutet einen Umsatzverlust von rund zwei Millionen Euro", sagte Vorstandschef Thomas Hitzlsperger in einer Videobotschaft an die Mitglieder des Fußball-Bundesligisten. Dabei hat der Aufsteiger im Vergleich zur letzten Erstliga-Saison 2018/19 den Etat für seinen Profikader bereits um etwa zehn Prozent reduziert, auch das Transferbudget wurde laut Hitzlsperger stark gekürzt.

Der 38-Jährige kündigte weitere Maßnahmen für den Fall an, dass sich die wirtschaftliche Situation des Clubs auf absehbare Zeit nicht verbessert. "Wir haben nach wie vor Kurzarbeit beantragt, und wenn die wirtschaftliche Situation sich über einen längeren Zeitraum nicht bessert, werden wir um drastische Maßnahmen nicht drumherumkommen", sagte er.

Man warte auf eine Entscheidung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), bei welcher der VfB einen Corona-Hilfskredit in Millionenhöhe beantragt hat. "Ein solcher Kredit hilft uns dabei, auch nach Corona schnell wieder gesund zu werden", sagte Hitzlsperger. "Corona hält uns auf Trab, aber Corona hält uns nicht auf."

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Kader des VfB Stuttgart

Hitzlspergers Videobotschaft