Frankfurt/Main (dpa) - Armin Veh hielt es schon lange vor dem Schlusspfiff nicht mehr auf seiner Trainerbank. Der Chefcoach von Eintracht Frankfurt zitterte, tigerte und gestikulierte an der Seitenlinie herum.

Als der bislang wichtigste Sieg in dieser Saison endlich perfekt war, sank er beinahe auf die Knie. Das war das schönste Weihnachtsgeschenk für mich. Jetzt brauche ich keins mehr, sagte Veh nach dem verdienten 2:1 (1:1) gegen Werder Bremen.

Seine Eintracht stoppte mit diesem Erfolg eine Krise, die in der Statistik und auf dem Platz beinahe schon an die Abstiegssaison 2010/11 erinnerte. Von den vorangegangenen zwölf Spielen in der Fußball-Bundesliga gewann der Club nur eines. Im Pokal blamierte er sich bei Erzgebirge Aue. Dieser Sieg tut einfach gut, meinte Veh.

Die Probleme der vergangenen Wochen traten auch diesmal wieder auf. Wieder musste Veh einen wichtigen Spieler ersetzen (Carlos Zambrano). Wieder scheiterte ein Teil seines Krisenbewältigungsprogramms, als er den überraschend aufgestellten Vaclav Kadlec nach 35 Minuten wieder rausnahm. Der Sieg gegen Bremen mache ihn zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen, sagte Veh. Mehr aber auch nicht. Es wird nicht einfacher. Wir haben nur 17 Punkte, wir haben da unten starke Konkurrenz. Da schleppt man immer einen Rucksack mit sich herum.