München (dpa) - Am Unvermeidlichen kam Florian Kohfeldt nach der herben Abreibung in München nicht mehr vorbei. Werder Bremens Trainer musste nach dem 1:6 gegen den FC Bayern endgültig den Abstiegskampf ausrufen. Das Saisonziel Europacup ist passé.

"Das ist eine ziemliche Scheiß-Saison. Jetzt geht es definitiv darum, die Klasse zu halten. Da brauchen wir nicht drumherum zu reden", sagte der 37-Jährige.

Kohfeldt verließ die Allianz Arena am Samstag irritiert und verärgert zugleich. In der ersten Hälfte habe man die Bayern noch "vor Probleme gestellt" und sei nach der 1:0-Führung durch Milot Rashica bis zur 40. Minute "gut im Spiel" gewesen. Knackpunkt für das Debakel seien dann die zwei Gegentore kurz vor dem Pausenpfiff gewesen. "Das war ein Spiegelbild der Saison." Zumal sich auch noch Verteidiger Theodor Gebre Selassie bei der erfolglosen Rettungsaktion vor dem 1:1 eine schwere Muskelverletzung zuzog und Werder lange Zeit fehlen wird.

Dass sein Team sich bei der 18. Liga-Pleite nacheinander gegen die Bayern in der zweiten Hälfte aufgab und am Ende "ohne Leidenschaft" verteidigte, rügte Kohfeldt. "So wollen wir Werder nicht sehen. Da haben wir aufgesteckt", schimpfte auch Sportchef Frank Baumann. "Es ist jetzt wichtig, dass wir als Mannschaft zusammenbleiben", mahnte Werder-Profi Davy Klaassen vor dem wichtigen Heimspiel gegen Mainz.

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