Hamburg (dpa) - Fußball-Zweitligist Hamburger SV steuert nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" im laufenden Geschäftsjahr auf ein Rekordminus von 20 Millionen Euro zu. Diese Zahl habe der Club der Zeitung bestätigt.

Hauptgrund für die dramatische Zahl sei der erstmalige Abstieg aus der Bundesliga und die damit verbundenen Abschreibungen an Spielerwerten. Das Minus für das abgelaufene Geschäftsjahr (1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018) soll nach "Abendblatt"-Informationen bei fünf bis sieben Millionen Euro liegen.

"Wir sind aber immer noch ein ganz massiver Krisenclub. Wir haben eine dramatische wirtschaftliche Situation", hatte der HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann im "Sportclub" des NDR-Fernsehens gesagt.

Im kommenden Jahr stehen die Hanseaten vor bedeutenden finanziellen Weichenstellungen. Der Vertrag mit Mäzen Klaus-Michael Kühne über die Namensrechte des Volksparkstadions läuft ebenso aus wie der Kontrakt mit dem Hauptsponsor Emirates. Dazu muss auch die Fananleihe in Höhe von 17,5 Millionen Euro zurückgezahlt werden. Wie das "Abendblatt" berichtete, soll es im November ein Treffen von HSV-Verantwortlichen und Kühne geben, um über die Weiterführung der Namensrechte zu verhandeln.

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