Nürnberg (dpa) - Robert Klauß blickt seiner herausfordernden Aufgabe als Trainer des 1. FC Nürnberg mit großer Vorfreude und einem klaren Fußball-Plan entgegen.

Er habe "nicht einen Moment gezögert", um das Angebot des Zweitligisten anzunehmen. Der neunmalige deutsche Meister habe eine "wahnsinnige Strahlkraft". Der 35-Jährige vermied bei einer Video-Pressekonferenz mit Sportvorstand Dieter Hecking nach dem Beinahe-Abstieg der vergangenen Saison aber bewusst das Wort Aufstieg.

"Es ist viel zu früh, über Ziele zu sprechen", sagte Klauß, der in den vergangenen zwei Spielzeiten beim Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig Co-Trainer war. "Mit Beginn der Runde schauen wir, was möglich ist." Es mache keinen Sinn, voreilig "Dinge rauszuhauen".

Er habe in seiner Leipziger Zeit von den Cheftrainern Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann "viel aufgesaugt", berichtete er. Ihm schwebt ein ähnlicher Tempofußball vor, "zielstrebig, organisiert" und auch mal "wild" in der Umschaltphase. Mit dem Start des Teamtrainings an diesem Donnerstag werde man einen Prozess einleiten, "der vielleicht länger dauert", betonte Klauß. Sportvorstand Hecking berichtete, dass Klauß einer von drei Kandidaten gewesen sei, mit denen intensiv gesprochen wurde. Das "Gesamtpaket" ergab den Zuschlag für Klauß.

In seinem ersten Pflichtspiel Mitte September gibt es für den neuen FCN-Coach in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Leipzig gleich ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club und seinem Ex-Chef Nagelsmann. "Das wird sicherlich ein hitziges Duell", sagte Klauß.

© dpa-infocom, dpa:200803-99-27279/3

Sommerfahrplan 1. FC Nürnberg

Mitteilung zur Verpflichtung von Trainer Klauß

FCN-Kader