Bonn (dpa/tmn) - Manche binden die Gräser im Herbst zusammen und lassen sie als Dekoration für den Winter stehen. Andere setzen auf einen radikalen Rückschnitt im Herbst. Was ist besser?

Das kommt auf das Gras an, erläutert Ingrid Gock, Pflanzplanerin aus Lübeck und Mitglied im Bund deutscher Staudengärtner.

Handelt es sich um ein Gras, das auch im Winter attraktive Samenstände trägt, sollte man es stehen lassen. Der Rückschnitt erfolgt dann zeitig im Frühjahr.

Auch wintergrüne und immergrüne Gräser sollte man nicht schneiden, sondern nur ausputzen, rät Gock. Wenn sie nach einigen Jahren unansehnlich sind, kann man die Horste teilen - und die geteilten Gräser dann neu einsetzen. Dadurch werden sie verjüngt und treiben wieder schöner aus.

Hat man jedoch sehr wärmeliebende Gräser im Garten, sollte man sie im Herbst zurückschneiden und rundherum mit Fichtenreisig eindecken. Denn diese Pflanzen brauchen einen Winterschutz.

Der Tipp der Expertin: Die Reisigzweige am besten so schräg in den Boden stecken, dass sie das Gras überdecken, dabei aber nicht auffliegen. Es muss noch ausreichend Luft ans Gras gelangen können.