Köln (dpa/tmn) - Für manche Frauen kommt sie einer monatlichen Tortur gleich: die Regelblutung. Schmerzen und Krämpfe im Unterleib stehen dann nämlich auf der Tagesordnung.

Dass Akupunktur, Nahrungsergänzungsmittel oder pflanzliche Präparate gegen die Schmerzen helfen, ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seiner Webseite hin.

Meist sind solche Schmerzen aber gut behandelbar. Viele Frauen greifen zu Schmerzmitteln wie Ibuprofen und Naproxen. Diese sind in der Regel gut verträglich, können jedoch Magenbeschwerden auslösen. Die Antibabypille kann ebenfalls Linderung verschaffen, da sie den Eisprung verhindert. Zudem ist die Regelblutung dann meist schwächer, weil die Gebärmutterschleimhaut sich nicht in voller Dicke aufbaut.

Laut IQWiG gibt es auch Hinweise, dass Wärmepflaster und Wärmegürtel Regelschmerzen lindern können. Bei Sport wie Yoga, Joggen und Gymnastik ist die Lage aus wissenschaftlicher Sicht weniger klar. Manchen Betroffenen verschaffen solchen körperliche Aktivitäten aber Erleichterung - ebenso wie warme Bäder, Entspannungstechniken und Saunagänge.

Sind die Schmerzen sehr stark oder werden sie mit der Zeit heftiger, sollte man damit zum Arzt gehen. Dieser kann klären, ob dahinter Myome, also gutartige Geschwulste in der Gebärmutter, oder andere Erkrankungen stecken.

Bericht zu Regelschmerzen (gesundheitsinformation.de)