Planegg (dpa/tmn) - Kälteschutzcremes bewahren Wintersportler auf der Piste bei Minustemperaturen vor Erfrierungen im Gesicht. Schützende Cremes, Hautöle und Fettpasten sollten unbedingt wasserfrei sein, rät der Deutsche Skiverband (DSV).

Wasserhaltige Cremes bergen nämlich die Gefahr, dass Feuchtigkeit in die Poren gelangt, dort gefriert und damit die Haut schädigt. Empfehlenswert ist dagegen eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor - sie sollte die Feuchtigkeitscreme am Morgen ersetzen. Die UV-Strahlung in der Höhe ist besonders stark.

Die Gesichtshaut ist bei Kälte besonders empfindlich: Die Talgdrüsen der Haut produzieren bei Minusgraden weder Fett noch Feuchtigkeit, so der Verband. Die Haut wird dann - vor allem bei Wind - schnell trocken, rissig und schuppig. Bei Wind werden die Temperaturen als niedriger empfunden, als sie sind. Windchill heißt der Effekt.

Wintersportler sollten das Risiko von Erfrierungen unbedingt ernst nehmen. Weiße Hautpartien im Gesicht sind Alarmzeichen. In einer Gruppe sollten sich Skifahrer daher regelmäßig beobachten. Bei ersten Erfrierungssymptomen suchen sie am besten sofort eine warme Hütte auf. Auch Ohren und Finger können betroffen sein.

Bei der Bekleidung empfiehlt sich grundsätzlich das sogenannte Zwiebelprinzip mit mehreren dünnen Schichten aus Wollfasern und High-Tech-Materialien. Thermounterwäsche ist Pflicht.

Wer besonders unter kalten Zehen leidet, für den können spezielle Heizsohlen sinnvoll sein. Sie geben Wärme ab über einen Akku, der am Skischuh befestigt wird. Der DSV warnt: Kalte Füße können gefährlich sein, weil der Skifahrer durch die mangelnde Durchblutung an Gefühl verliert. Das erschwert die Steuerung der Bretter. Ein häufiger Fehler ist, mehrere Socken übereinander zu ziehen - das engt den Fuß im Skischuh nur ein. An die Hände gehören bei niedrigen Temperaturen Fäustlinge, die besser wärmen als Fingerhandschuhe.