Malmö (dpa) - Die Handball-EM hat ihren nächsten Favoritensturz. Schon vor dem abschließenden Gruppenspiel ist Weltmeister und Olympiasieger Dänemark ausgeschieden.

Durch den 24:18 (9:12)-Sieg von Ungarn gegen Island büßte der große Gold-Favorit seine Chance auf das Erreichen der Hauptrunde ein. Die Dänen hatten gegen Island verloren und gegen Gruppensieger Ungarn nur unentschieden gespielt. Zuvor war bereits der WM-Dritte Frankreich in der Vorrunde gescheitert.

Bis zur Halbzeit sah es auch gut aus für die Mannschaft um Superstar Mikkel Hansen, der mit seinen Teamkollegen in der Malmö Arena das Aus live mitverfolgen musste, als die Isländer nach dem Wechsel einbrachen. Bei einem Sieg der Isländer hätte Dänemark das Weiterkommen mit einem Erfolg gegen Russland noch perfekt machen können - doch so hatte das 31:28 (12:15) der Dänen gegen die Russen zum bitteren Ende nur noch statistischen Wert.

Vor allem Ungarns Kreisläufer Bence Banhidi, der acht Tore erzielte, war nicht zu kontrollieren. Als die Magyaren Mitte der zweiten Halbzeit mit einem 5:0-Lauf vom 16:17 auf 21:17 davonzogen, ergaben sich die ebenfalls für die Hauptrunde qualifizierten Isländer. Ungarn hatte Dänemark schon bei der WM 2017 im Achtelfinale aus dem Turnier geworfen.

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