Berlin (dpa) - Es sah aus wie der durchgeplante Coup einer Profibande - in Wahrheit steckten hinter dem spektakulären Raub mexikanischer Nationalheiligtümer 1985 zwei arglose Studenten.

In dem Film "Museo" hat der Regisseur Alonso Ruizpalacios den nationalen Tiefschlag von damals zu einem höchst vergnüglichen Road- und Buddymovie verarbeitet.

"Es war ein Geschenk, dass die Eltern der Jungs nichts mit dem Film zu tun haben wollten, so konnten wir einen neuen Anfang finden", sagte der Regisseur am Donnerstag bei einer ersten Vorstellung des "Museums" auf der Berlinale. Der Film bewirbt sich um einen der begehrten Bären-Preise, die Auszeichnungen werden am Samstag (24. Februar) vergeben.

Die Hauptrolle spielt der mexikanische Leinwandstar Gael Garcia Bernal. Gemeinsam mit einem Studentenfreund raubt er wertvolle Inka-Schätze aus dem nationalen Völkerkundemuseum. Erst nach und nach wird den Tätern bewusst, was sie mit ihrer Aktion ausgelöst haben.

"Mich hat vor allem die innere Reise der beiden interessiert - wie wird ein Kind, das eigentlich nur einen Streich spielen will, zu einem Verbrecher?", sagte der Filmemacher.

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