Magdeburg l Während vielerorts die Theaterhäuser um ihre Existenz bangen, soll Magdeburg ein weiteres Theater bekommen. Die Spielstätte entsteht für die Kammerspiele Magdeburg. Wie Schauspielerin Susanne Bard beim gestrigen Kulturpicknick der Festung Mark verriet, sei der Bauantrag bereits gestellt.

Exponierte Lage mit Elbnähe

Wo genau gebaut wird, möchte sie noch nicht verraten. Nur so viel: Die Lage sei exponiert und elbnah auf der Stadtseite. Rund 100 Zuschauer sollen in dem freien Theaterhaus Platz finden. Gebaut werde es von einem Magdeburger Bauunternehmer, der großer Fan des Ensembles ist und auf dessen Idee das Vorhaben fußt. „Schon lange ist er unser Unterstützer. Eines Tages kam er und fragte: ‚Wie wär’s wenn ich euch ein Theater baue?“, erzählt Susanne Bard. Die anfängliche Skepsis, die nicht zuletzt von der Corona-Krise geschürt wurde, wich nun dem Mut und der Vorfreude. „Wir halten es für ein schönes Zukunftssignal.“

Die Konditionen seien besprochen und es bedarf nun nur noch der Unterstützung der Stadt an den richtigen Stellen. Wann genau der Theaterbau fertig sein könnte, ist unklar. Die Corona-Krise verlangsame viele Prozesse insbesondere bei Antragstellungen. Dennoch blicke sie positiv in die Zukunft, sehe in der Geschichte gar eine Klammer: „1989, in der Zeit des Umbruchs, als viele Theaterhäuser schlossen, wurden die Freien Kammerspiele gegründet. Jetzt steht die Kultur wieder am Rand und wir lassen etwas Neues entstehen.“