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Neue Dauerausstellung in Bad Lauchstädt gibt Einblicke in die Welt Friedrich Schillers Amouröses Dreiecksverhältnis eines deutschen Dichters

25.09.2012, 03:16

Bad Lauchstädt (dpa) l Sie schwärmten für Friedrich Schiller und er für die Schwestern. Auf einer Kur in Lauchstädt trafen Charlotte von Lengefeld und Caroline von Beulwitz ihn wieder. Eine Dauerausstellung im Neuen Schillerhaus schildert nun das amouröse Dreiecksverhältnis.

Nicht nur Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) ist untrennbar mit der Geschichte Bad Lauchstädts (Saalekreis) verbunden. Auch sein Freund und Schriftstellerkollege Friedrich Schiller (1759-1805) kurte südlich von Halle in den mondänen Anlagen des einstigen Luxusbads. 1789 traf sich der Dichter dort mit den aus Thüringen stammenden Schwestern Charlotte von Lengefeld und Caroline von Beulwitz. Einblicke in diese Beziehungen gibt die neue Ausstellung in dem 2010 eingeweihten Neuen Schillerhaus, sagte die Museumsleiterin der historischen Kuranlagen und des Goethe-Theaters Bad Lauchstädt, Ute Boebel.

Auf 300 Quadratmetern können Besucher seit knapp zwei Wochen in die Welt des Dichters eintauchen. Neben einem originalgetreuen Zimmer, wie es der Schriftsteller einst bewohnt haben könnte, berichten im Obergeschoss des Gebäudes großflächige Abbildungen, Texte und Briefe von der Liebe zwischen Schiller und den Schwestern. "Die Berichte sind unterhaltsam angelegt", sagte Boebel. Im Erd- und Dachgeschoss des dreistöckigen Gebäudes steht der Aufschwung des Ackerbürgerstädtchens Lauchstädt zu einem Luxusbad für den deutschen Adel und einer Theaterstadt im Vordergrund. "Besucher können in einem separaten Raum ein Modell des Goethe-Theaters sehen, das den Höhepunkt der Entwicklung des Kurortes symbolisiert", sagte Boebel. Daneben geben ein originaler Regiesessel Goethes oder eine Postkarte mit der Ankunft Richard Wagners in Lauchstädt Einblicke in die damalige Zeit.