ARD zeigt Lindenberg als Gesamtkunstwerk
Hamburg (dpa) l "Ganz oben ist er", sagt Udo Lindenbergs Schwester Inge über ihn, "das ist wunderbar." Die ARD-Reihe "Pop-Legenden" wirft morgen einen Blick auf seine Karriere, die so extrem nach oben wie nach unten ging.
Als Inga Humpe als 17-Jährige Udo Lindenberg und das Panikorchester in den frühen 70er Jahren zum ersten Mal hört, ist das wie ein "Lichtblick" für sie. Bis dahin sei deutschsprachige Musik, vor allem Schlager, unerträglich für sie gewesen, erzählt die Musikerin in einer Dokumentation über den Deutschrocker. "Dann kam auf einmal Udo und dann war so ¿ne supercoole Haltung und Lässigkeit da." Die ARD zeigt den 45-minütigen Film morgen (22.45 Uhr) in der Reihe "Pop-Legenden".
Was den in Hamburg lebenden 67 Jahre alten Panikrocker zur Legende macht - Autor Lutz Rosenkranz sieht es im "Gesamtkunstwerk Lindenberg". Seit 2008 hat er den Musiker immer wieder mit der Kamera begleitet, war auf Konzerten vor und hinter der Bühne dabei, hat nicht nur Lindenberg interviewt, sondern auch Freunde, Kollegen und Weggefährten. Musiker wie Nina Hagen, Peter Maffay, Jan Delay oder Clueso kommen ebenso zu Wort wie Lindenbergs Schwester Inge und Bodyguard Eddy Kante.
Rosenkranz\' Dokumentation beginnt mit dem Comeback, wirft dann aber bald einen ausführlichen Rückblick auf die Karriere des Sängers: vom Trommeln auf Tonnen des kleinen Udos in Gronau über die ersten Besuche in Jazzclubs, in die ihn der große Bruder Erich mitnahm.