Magdeburg l In Sorge um das Weiterbestehen des Friedrich-Bödecker-Kreises (FBK) hat sich am Mittwoch der Förderverein der Schriftsteller an die Staatskanzlei und das Ministerium für Kultur gewandt. In dem Schreiben an Staatsminister Rainer Robra und Staatssekretär Gunnar Schellenberger (beide CDU) äußert der Vorstand seine Hoffnung auf „eine baldige Klärung der Vorgänge um den Geschäftsführer“ und bot seine Unterstützung und Mitarbeit an, damit der FBK all seine Projekte absichern kann. Der Förderverein der Schriftsteller steht für die Pflege und Förderung der literarischen Arbeit sowie der regionalen Autoren. Er vereint etwa 50 Autoren aus ganz Sachsen-Anhalt. Viele Mitglieder sind gleichzeitig im FBK organisiert und aktiv.

Strafanzeige gegen Jankofsky

Der Vorstand reagierte auf den am Mittwoch in der Volksstimme erschienenen Beitrag „Erbitterter Streit unter Schriftstellern“, der die sich zuspitzende Situation im Friedrich-Bödecker-Kreis thematisierte. Nachdem der FBK-Vorstand den langjährigen Geschäftsführer Jürgen Jankofsky Ende Juni entlassen hatte, ist in der vergangenen Woche dessen Vorsitzende Dorothea Iser zurückgetreten. Sie begründete den Schritt mit massiven Angriffen. Zudem hat sie Strafanzeige gegen den Geschäftsführer gestellt. Der Vorstand wirft Jankofsky unter anderem Betrug und Vorteilsnahme vor. Konkret geht es um 4090 Euro, die er als Übersetzerleistungen für ein Buch über den FBK abgerechnet haben soll.

Bisher hatte der Förderverein der Schriftsteller sich nicht positioniert und führt in seinem Schreiben die unübersichtliche Sachlage und die mit vielen Emotionen getränkten Äußerungen an.