Magdeburg/Leipzig l Zehn Tipps zur Erkundung der morgen startenden Leipziger Buchmesse:

  • Ein persönlicher Kompass ist ein Muss, um sich im überbordenden Angebot der Messe zurechtzufinden. Welchen Verlag will man besuchen, welche Diskussionsrunde miterleben? 2500 Aussteller sind vor Ort, zudem gibt es in allen Messehallen etliche Bühnen für das Lesefestival „Leipzig liest“. Das lädt zu 3600 Veranstaltungen mit 3400 Mitwirkenden! Nirgends sonst ist die Dichte an Lesungen und Gesprächen so groß wie an diesen vier Messetagen in der Pleißestadt. Wer vorab einen Plan hat, ist klar im Vorteil.
  • Mit „Ahoj Leipzig“ grüßt Tschechien als diesjähriges Gastland. Mehr als 70 Neuerscheinungen wurden für den Auftritt ins Deutsche übersetzt und werden nun in Leipzig präsentiert. 55 Autoren aus dem Nachbarland reisen an, unter ihnen Radka Denemarková, Jaroslav Rudiš und Jachym Topol. Die Leipziger Buchmesse ist der Höhepunkt des tschechischen Kulturjahres im deutschsprachigen Raum. Zu finden in Halle 4 Stand 500.
  • Wer erhält den Leipziger Buchpreis 2019? Und wer hat das beste Sachbuch geschrieben? Und wer ist der beste Übersetzer? Antwort gibt es am Donnerstag. Nominierte im Bereich Belletristik sind: Kenah Cusanit („Babel“), Jaroslav Rudiš („Winterbergs letzte Reise“), Anke Stelling („Schäfchen im Trockenen“), Feridun Zaimoglu („Die Geschichte der Frau“) und Matthias Nawrat („Der traurige Gast“). Die Preisverleihung ist Donnerstag, 16 Uhr, Glashalle Messegelände.
  • In Halle 3 der Leipziger Buchmesse findet bereits zum 25. Mal die größte und zugleich einzige Antiquariatsmesse in den neuen Bundesländern statt. Zum „silbernen“ Jubiläum präsentieren 53 Aussteller ihre Kostbarkeiten aus sieben Jahrhunderten Buchgeschichte.
  • Ein neues Format ist die „Werkstatt+“, ein digitales Lernprojekt, das Schulen und unterschiedliche Akteure zu einem offenen Dialog einlädt. Es geht ums Ausprobieren und Erlernen, wie digitale Bildung als Gemeinschaftsprojekt funktionieren kann. Themenbereiche sind Film, Musik, Hörspiel, Journalismus. Termin: 21. bis 24. März, Werkstatt+, Halle 2, Stand A501.
  • Erstmals wird von der Buchmesse der „digital publishing award“ vergeben. Der Preis ehrt innovative Produkte oder Prozesse im Bereich des digitalen Publizierens. Für den Award durften zum Beispiel Apps, Podcasts, eBooks, aber auch Webseiten/-services eingereicht werden. Preisverleihung: 21. März, 17 Uhr, Fachforum 1, Halle 5, Stand E600.
  • Wieder gibt es eine ganze Halle für die schräg-schrille Manga-Comic-Con. Neu ist eine Tanzarena für alle Fans der Musikrichtung K-Pop. Die EG Kpop Organisation (EGKO) lädt zu einem EGKO Kpop Random Dance ein – einer Art Flashmob zu koreanischer Popmusik. Zudem zeigen Tanzgruppen Shows und geben Workshops. Wer Lust hat, kann K-Pop-Tänze zu aktuellen koreanischen Liedern erlernen. Die Dance Area ist in Halle 1, Stand M211, die Große Bühne befindet sich am Stand M400. Übrigens: Erstmals gibt es mit Laura alias Kisa eine Cosplay-Beauftragte für alle Fragen rund um das Thema.
  • Die Begeisterung für die fantastische Literatur ist ungebrochen. Aufgrund der zahlreichen Lesungen gibt es in diesem Jahr erstmals ein weiteres Fantastik-Forum in Halle 2. Auf der dortigen neuen Leseinsel können sich Fans auf Lesungen, unter anderem von Andreas Eschbach, John Howe und Sabrina Železný, freuen. Wo: Halle 2, Stand K500/H501.
  • Die Messe setzt auf Kinder und Jugendliche. Für sie sind alleine 500 Veranstaltungen im Programm – zwischen spannenden Abenteuern, Konzerten und zahlreichen Mitmachaktionen. Für alle, die im Dschungel der jährlichen Neuerscheinungen nicht die Orientierung verlieren wollen, schafft der Leipziger Lesekompass Abhilfe. Jeweils 10 Buchempfehlungen gibt es für die Altersgruppen zwei bis sechs Jahre, sechs bis zehn Jahre und zehn bis vierzehn Jahre. Die empfohlenen 30 Titel werden am Donnerstag bekannt gegeben. Ausstellung der Siegertitel: täglich 10 bis 18 Uhr in Halle 2/B 501.
  • Gelesen und diskutiert wird an 550 Orten – auf den unzähligen Bühnen auf dem Messegelände und in der ganzen Stadt. Wer Lust hat, fährt abends noch in die City und plant dort – mit viel mehr Ruhe zum Zuhören als auf dem trubeligen Messegelände – eine Lesung ein. Szene-Kneipen, Museen, Gerichte, Boutiquen, Feinkostläden, Apotheken, Sportvereine, Galerien, Kinos, Kirchen, auch der Zoo werden zu außergewöhnlichen Leseorten – und fast alles ist ohne Eintritt.