Neues Buch Ein Glas-Dildo für Nonnen
Ein Glasphallus aus einer Klosterlatrine, Blutrituale und rätselhafte Moorfunde: In „Düstere Geheimnisse“ erzählt Guido Kleinhubbert von spektakulären archäologischen Entdeckungen.

München - In einer ehemaligen Latrinenanlage eines Herforder Damenstifts machte ein Archäologe einen merkwürdigen Fund. In der zwei Meter tiefen Grube entdeckte er ein phallusförmiges Objekt aus grünlichem Glas. Der „Glasphallus von Herford“ ähnelte tatsächlich einem Dildo und warf ein schrilles Licht auf das überraschend unkeusche Leben der westfälischen Nonnen.
Die Entdeckung des Dildos ist nur eine von vielen mysteriösen Geschichten aus der Welt der Archäologie, die der Journalist Guido Kleinhubbert in seinem Buch „Düstere Geheimnisse“ präsentiert.
Spannende Funde, wissenschaftlich fundiert aufgeschrieben
Ob der mumifizierte Finger einer Moorleiche, eine 7000 Jahre alte Schädelkalotte aus einer mutmaßlichen Kannibalensiedlung aus der Pfalz oder das „Blutglas aus Stade“, das im 19. Jahrhundert bei einem grausamen Ritual zum Einsatz kam, der Autor nimmt uns mit auf eine ebenso abgründige wie spannende Reise in die deutsche Vergangenheit.
So gruselig auch vieles ist, was Kleinhubbert in seinem Buch zutage fördert, er verirrt sich nicht in Spekulationen, sondern bleibt der Wissenschaft verpflichtet. Manchmal ist auch diese ratlos, so wie bei dem Fund von Zauber- oder Voodoo-Puppen in einem ehemaligen Straubinger Römerlager. Wer hier wen mit einem bösen Fluch belegen wollte, wird wohl immer ein Rätsel bleiben.