Die Promi-Geburtstage vom 01. Januar 2016: Jim Rakete
Einen besseren Künstlernamen könnte man sich nicht ausdenken. Günther Jim Rakete wurde er in die Wiege gelegt - vor genau 65 Jahren.

Berlin (dpa) - Ich brauche meine Leica und sonst nichts: So hat Jim Rakete, Deutschlands Starfotograf Nummer eins, seine Arbeit einmal beschrieben. Am Neujahrstag wird der Berliner Künstler 65 Jahre alt - und ist immer noch ein leidenschaftlicher Anhänger der analogen Fotografie.
Seine dichten, meist schwarz-weißen Porträts von Prominenten sind längst Legende, von Samuel Beckett bis Helmut Schmidt, von David Bowie bis Natalie Portman. Er habe einfach nur herausragende Menschen fotografiert, sagte er einmal. Dass sie später bekannt wurden, okay, das war ein Glücksfall.
Sein eigentlicher Vorname ist Günther. Den ungewöhnlichen Familiennamen verdankt er seinen hugenottischen Vorfahren Raquette, die ein deutscher Standesbeamter einst vereinfacht als Rakete ins Stammbuch eintrug. Schon mit 4 bekam er seine erste Kamera, noch während der Schulzeit arbeitete er professionell für Zeitungen, Magazine und Agenturen.
In seinem Kreativlabor Fabrik in Berlin-Kreuzberg widmete sich Rakete anfangs vor allem den Größen der Musikszene, zugleich war er als Manager für Stars wie Nina Hagen, Nena und Spliff aktiv. Ab 1986 konzentrierte er sich ganz auf die Fotografie. Nach Stationen in Hamburg und Los Angeles kehrte er 2001 nach Berlin zurück.
Zu den großen Projekten des Künstlers gehörte die Ausstellung Stand der Dinge (2011) mit hundert Porträts von Kinostars für das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt. Auch die Mitglieder der Berliner Philharmoniker und des Wiener Burgtheaters zeigte er als Serie. Daneben engagiert sich Rakete immer wieder auch für soziale Anliegen wie ein SOS-Kinderdorf in Maputo, Straßenkinder in Berlin oder Jugendliche in Not.