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Stiftungsdirektor will zusätzliche Einnahmen in Höhe von 3,3 Millionen Euro in die Pflege der Gärten stecken Diskussion um Eintrittsgeld für Park Sanssouci geht weiter

01.03.2012, 04:22

Potsdam (dapd) l Die Entscheidung über die Einführung eines Eintrittsgelds für den Potsdamer Park Sanssouci ist erneut vertagt worden. Wenige Stunden bevor der Rat der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gestern eine Entscheidung treffen sollte, wurde das Thema von der Tagesordnung gestrichen. Es gebe "unterschiedliche Rechtsauffassungen", teilte Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) mit. Bereits im Mai 2011 war die Entscheidung vertagt worden.

Hintergrund ist Uneinigkeit im Stiftungsrat, der mit Vertretern des Bundes, Berlins und Brandenburgs besetzt ist. Während der Bund und Berlin offenbar für die Einführung eines Eintrittsgeldes sind, ist ein Teil der Brandenburger Vertreter dagegen.

Der Vorschlag für einen kostenpflichtigen Eintritt stammt vom Generaldirektor der Stiftung, Hartmut Dorgerloh. Er erhofft sich zusätzliche Einnahmen von 3,3 Millionen Euro jährlich, die er in die seiner Ansicht nach dringend benötigte Pflege der Gärten stecken will. Dorgerloh wollte den Parkeintritt als Pilotprojekt durchsetzen. Dafür müsste seiner Ansicht nach nicht die Stiftungssatzung geändert werden und eine Entscheidung per einfacher Mehrheit würde ausreichen.

Die Gegner des Parkeintritts - dabei handelt es sich offenbar um die Brandenburger Staatskanzlei und das Finanzministerium - pochen hingegen auf eine Satzungsänderung. In dem Fall könnte Brandenburg aus mehreren rechtlichen Gründen nicht von Berlin und dem Bund überstimmt werden. Das von Dorgerloh vorgeschlagene Modell ist bis 2017 begrenzt und sollte von Ostern bis Ende Oktober beschränkt sein.