"Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" hat am Theater der Altmark Stendal Premiere Ein beschwingt-vergnüglicher Abend
Endlich Frühling. Auch das Theater der Altmark ist mit der Revuette "Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt". Ein beschwingt-vergnüglicher Auftakt in den Wonnemonat Mai.
Stendal l "So oder so ist das Leben ... heute nur glückliche Stunden, morgen nur Sorgen und Leid." Bei der Premiere im Kleinen Haus am Sonnabend wurden den Zuschauern zwei äußerst beglückende Stunden geschenkt. Bleibt zu hoffen, dass der nächste Tag kein Leid brachte.
Geschrieben hat die Revuette Sarah Kohrs. Und der Name "Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" ist Programm: Es geht rund ums Thema Liebe und um Schlager aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Es gibt ein Wiederhören mit vielen unvergessenen Ohrwürmern: "Der Wind hat mir ein Lied erzählt", "Nur nicht aus Liebe weinen" oder "Kann denn Liebe Sünde sein?".
Alle Lieder sind eingebettet in eine amüsante Rahmenhandlung: Im Sanatorium für Liebeskranke treffen unterschiedliche Charaktere auf- einander. Da ist der junge Knut, der jedes Mal, wenn ihm eine Frau gefällt, in eine Art Stockstarre verfällt. Das ist äußerst hinderlich, denn er trifft seine Traumfrau Ruth und eigentlich könnte er sagen: "Ich steh\' mit Ruth gut, weil meine Ruth tut das, was mir gut tut." Wenn da nicht der Kloß im Hals wäre.
Und da ist der alte Seebär, der mit den vielen Frauen in verschiedenen Häfen prahlt, aber im Grunde seines Herzens ja doch nur eine liebt, und da ist das Ehepaar, das die Liebe auffrischen will. Das heißt, sie möchte das, er steht nicht auf solch "Therapie-Zeug". Ihre Erkenntnis "Ach Jott, wat sind die Männer dumm! Wenn ein Mädchen lieb is\', kiekt sich keener um, doch wenn \'se frech is\', sind \'se gleich verliebt!" sorgt nicht nur unter den weiblichen Zuschauern für Heiterkeit und Zustimmung. Die betreuende Krankenschwester und der betreuende Arzt haben auch Probleme mit den Liebesdingen ...
Tim Heilmann als Regisseur, Gero Wiest als musikalischer Leiter und die fünf Darsteller - Klaus Grasmüller, Angelika Hofstetter und Florian Kleine, Andreas Müller und Annett Siegmund - haben eine höchst muntere Darbietung auf die Beine beziehungsweise Bühne gestellt.
Die Akteure sind mitreißend und erfrischend. Und absolut komisch! Sie bringen die Pointen genau auf den Punkt, begeistern mit ihren Liedern und Showeinlagen. Zwei Stunden inklusive Pause gingen leider viel zu schnell vorbei, das Publikum hätte gern noch weiter zugehört, geschmunzelt, gelacht und heimlich mitgesungen.
Das Bühnenbild von Mark Späth ist eigentlich sehr einfach. Durch verschiedenfarbiges Licht ist es jedoch wandelbar und wirkt regelrecht opulent. Sofia Mazzoni zeichnet für die farbenfrohen und stimmigen Kostüme verantwortlich. Eine rundum gelungene Aufführung.
Die nächsten Vorstellungen gibt es am 2. und 26. Mai.