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Premiere für "Timm Thaler und das verkaufte Lachen" im Theater der Altmark Fröhlichkeit ist viel wichtiger als Reichtum

Von Birgit Tyllack 09.03.2012, 04:25

Die vielleicht bekannteste Geschichte von James Krüss ist die von Timm Thaler, dem Jungen, der sein Lachen verkauft. Jetzt ist dieser spannende Stoff im Theater der Altmark zu erleben.

Stendal l Seit 1962, dem Jahr des Erscheinens, hat "Timm Thaler" einige Generationen von Kindern in seinen Bann gezogen. Irgendwann folgte natürlich eine Verfilmung. Nis Sogaard hat aus dem Kinderbuch ein Theaterstück, genauer gesagt ein Puppenspiel gemacht. Unter seiner Regie wird den Zuschauern - den kleinen wie den großen - in knapp eineinhalb Stunden beste Unterhaltung geboten.

Baron Lefuet hat Geld wie Heu, aber eines fehlt ihm: ein gewinnendes und ansteckendes Lachen. Das wiederum hat Timm Thaler, der arme Waisenjunge. Lefuet schlägt Timm einen Handel vor: Wenn der Junge sein Lachen hergibt, bekommt er dafür die Fähigkeit, jede Wette zu gewinnen. Timm schlägt in den Handel ein.

Zu spät erkennt er, dass ein fröhliches Wesen und die damit verbundene Fähigkeit zu lachen viel mehr wert sind als aller Reichtum.

Timm will wieder lachen können! Doch den teuflischen Baron (man achte auf den Namen!) zu bezwingen, ist schwierig ...

Drei Schauspieler sind während der gesamten Aufführung auf der Bühne des Rangfoyers zu erleben: Patrick Jech, Susanne Kreckel und Claudia Tost. Sämtliche Kostümwechsel geschehen in Windeseile auf der Bühne selbst, mal erscheint ein Charakter "in persona", mal als Handpuppe. Jech ist stets Timm Thaler, seine beiden Kolleginnen übernehmen alle anderen Rollen.

Auch die Umbauten gehen den drei Darstellern schnell von der Hand: Es bedarf nur einiger Kisten, um viele verschiedene Schauplätze zu erschaffen.

Eine tolle Ausstattung, eindrucksvolle oder auch witzige Puppen (beides von Christof von Büren), drei absolut sehenswerte Schau- und Puppenspieler und eine großartige "Story" ergeben ein schönes Fazit:

Die noch recht junge Puppenspiel-Tradition am Theater der Altmark ist um eine weitere frische Inszenierung bereichert.

Nächste Aufführungen: 18. März, 15 Uhr; 6. April, 15 Uhr