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Bonner Museum beleuchtet Amerikabild der Deutschen / Wrackteil eines Terrorflugzeugs vom 11. September zu sehen Haus der Geschichte zeigt den "American Way"

21.03.2013, 01:15

Bonn (epd) l Der Einfluss der USA auf den Alltag der Deutschen in der Nachkriegszeit ist von heute an Thema einer neuen Wechselausstellung im Haus der Geschichte in Bonn. "Kaum ein anderes Land weckt bei uns Deutschen so viele Emotionen und polarisiert in einem Maße wie die USA", sagte der Leiter des Hauses, Hans Walter Hütter, gestern. Rund tausend Exponate, Film und Tondokumente illustrieren die deutsch-amerikanischen Beziehungen seit Kriegsende bis in die Gegenwart. Die Schau "The American Way. Die USA in Deutschland" ist bis zum 13. Oktober zu sehen.

Unter den Exponaten befinden sich einige selten gezeigte Stücke wie das Original-Liedblatt "Muss i denn" mit handschriftlichen Lautschrift-Eintragungen von Elvis Presley. Besonders eindrucksvoll und erstmals in Europa zu sehen: Ein Wrackteil eines der bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York zerstörten Flugzeuge sowie das Etagenschild vom 102. Stockwerk des World Trade Centers. Die chronologisch gegliederte Ausstellung beginnt mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Amerikaner zunächst als Feinde und Besatzer wahrgenommen werden.

Die Wende im deutsch-amerikanischen Verhältnis stellt sich jedoch rasch ein. "Rosinenbomber", Care-Pakete und der Marshall-Plan prägen ein positives Bild der Amerikaner. Eindrucksvolles Dokument dafür sind Briefe Deutscher, die sich für Lebensmittelpakete bedanken. Die Schau wirft auch einen Blick in die DDR, wo die USA zwar vom SED-Regime verteufelt wurden, vor allem bei der Jugend aber amerikanische Musik und Konsumgüter begehrt waren.