16 Sendetermine

Butler James und sein Kampf mit dem Tigerfell – das ist ein feuchtfröhlicher Klassiker: Auch dieses Jahr läuft der beliebte Sketch wieder auf mehreren Fernseh-Kanälen. Wer also lange genug durchzappt, hat spätestens am frühen Abend gute Chancen, beim turbulenten Abendessen zu landen.

Der NDR sendet das 18-minütige Besäufnis um 15.25 Uhr, um 17.40 Uhr, um 19.40 Uhr und um 23.35 Uhr.

Der WDR hat die Sendung um 18 Uhr im Programm.

Der SWR zeigt den Evergreen um 18.05 Uhr (in der kürzeren Schweizer Fassung), um 19.25 Uhr, dann um 21.55 Uhr (wieder Schweizer Fassung) und um 23.50 Uhr (ebenfalls Schweizer Fassung).

Beim RBB wird um 18.07 Uhr zum Dinner geläutet.

Im MDR ist der Sketch um 19 Uhr zu sehen.

Im HR tischt James seiner verehrten Miss Sophie um 19.10 Uhr auf.

Der BR sendet um 18.55 Uhr und danach um 0.35 Uhr.

Das Erste sendet um 18.55 Uhr und dann um 0.30 Uhr.

Berlin l Seit 1963 lacht Deutschland über „Dinner for One“. Ein paar Geschichten zum Silvester-Sketch, die nicht unbedingt jeder kennt.

  • Freddie Frinton, der als überhöflicher Butler James die aufgeräumte Miss Sophie bedient, begann seine Karriere als Arbeiter in einer Fischfabrik. Dort lenkte er Kollegen mit Parodien von der monotonen Arbeit ab. Daher wurde er als Fabrikarbeiter dann auch gefeuert.
  • Wenige Jahre nach dem heiteren „Dinner for One“ hat „Miss Sophie“ May Warden eine Rolle in einem der brutalsten und düstersten Filme der 70er Jahre übernommen: In Stanley Kubricks Meisterwerk „Uhrwerk Orange“ (1971) ist sie als eine Obdachlose zu sehen – ohne Text.
  • Nicht nur die Bundesbürger pflegen die Tradition, „Dinner for One“ am letzten Tag des Jahres zu sehen. Auch Sender in Schweden, Dänemark, Estland, Australien, Luxemburg, Belgien, Österreich und der Schweiz zeigen den Sketch zu Silvester. In der britischen Heimat von Freddie Frinton und May Warden ist das Stück dagegen nicht geläufig.
  • Angeblich aus einer Abneigung gegen Deutschland – die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg waren nach 20 Jahren noch recht frisch – soll Frinton sich geweigert haben, auf Deutsch zu sprechen.
  • Der Exportschlager „Dinner for One“ wurde nirgends synchronisiert. Allerdings hat man das Stück mehrfach in Mundart nachgespielt, unter anderem auf Plattdeutsch.
  • Bei der Aufzeichnung 1963 in Hamburg lachte NDR-Telefonistin Sonja Göth am lautesten. Man hört sie buchstäblich im Publikum heraus. „Der Aufnahmeleiter kam irgendwann zu mir her und hat den Finger auf die Lippen gelegt“, sagte sie einmal der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Das hieß: Wenn ich nicht aufhöre, muss ich raus. Selbst Freddie Frinton fühlte sich wohl gestört. So hat man mir das nachher zumindest gesagt.“ Stolz sei sie nicht darauf. „Mir ist das eher peinlich.“

Netflix-Version für junge Generation

Der Streaming-Dienst Netflix sorgt mit seiner eigenen Version des TV-Klassikers „Dinner for One“ derzeit für Lacher im Netz. Darin feiert, wie im Original, Miss Sophie zusammen mit ihrem Butler James ihren 90. Geburtstag. Doch anstatt der bereits verstorbenen „Phantom-Gäste“ imitiert der Butler nun bekannte Charaktere aus den Netflix-Serien „House of Cards“, „Narcos“, „Better Call Saul“ und „Orange Is the New Black“. „Das ist ja fantastisch“, kommentierte ein YouTube-Nutzer unter dem rund 17-minütigen Schwarz-Weiß-Clip. „Bestes Dinner for One! Werde ich ab sofort immer anschauen“, meinte ein anderer. Andere kündigten an, lieber beim Original zu bleiben.