London (dpa/sw) l Die Premiere des neuen James-Bond-Films wird um sieben Monate in den Spätherbst verschoben. Wie die Macher auf der offiziellen 007-Website und in sozialen Medien bekanntgaben, wird der Start "nach sorgfältiger Überlegung und gründlicher Bewertung des weltweiten Kinomarktes" auf November 2020 verlegt. Ob es einen direkten Zusammenhang mit dem weltweiten Ausbruch des neuen Coronavirus gibt, blieb nach der Mitteilung zunächst unklar.

Eigentlich hatte der 25. James-Bond-Film "No Time to Die" ("Keine Zeit zu sterben"), der fünfte und letzte mit Daniel Craig in der Hauptrolle, Anfang April anlaufen sollen. Der Kartenvorverkauf für den Agententhriller hatte auch in Deutschland bereits begonnen.

Dritte Verzögerung des Bond-Films

Wegen des Coronavirus war zuvor aber schon die gesamte Werbetour in China abgesagt worden. Anfang der Woche hatten die Autoren des einflussreichen James-Bond-Blogs eine Verschiebung des Kinostarts gefordert.

Es ist bereits das dritte Mal, dass der Start des Films verschoben wird. Zunächst war Regisseur Danny Boyle wegen "kreativer Differenzen" vom Projekt zurückgetreten und durch den US-Amerikaner Cary Joji Fukunaga ("True Detective") ersetzt worden. Dann wurde der Termin um weitere zwei Monate verlegt, weil das Drehbuch nachgebessert werden musste. Unter die Probleme des insgesamt sehr chaotischen Drehs fiel auch eine Knöchelverletzung von Hauptdarsteller Daniel Craig, der allerdings in keiner Verzögerung resultierte.

Mit dem neuen Termin startet "Keine Zeit zu sterben" wieder in derselben Saison wie Daniel Craigs frühere James-Bond-Filme. "Casino Royale", "Ein Quäntchen Trost", "Skyfall" und "Spectre" kamen jeweils in der Vorweihnachtszeit in die weltweiten Kinos, der neue Bond - inzwischen der 25. Teil der Reihe - wäre mit einem Termin im April aus dem Rahmen gefallen.