Berlin (dpa). Bei Ausgrabungen vor dem Rathaus der Hauptstadt haben Archäologen elf Kunstwerke entdeckt, die zu der NS-Ausstellung "Entartete Kunst" von 1937 gehörten. Die Skulpturen wurden bei Arbeiten für den Bau einer U-Bahnstation vor dem Roten Rathaus geborgen. Den Werken sei die Geschichte der vergangenen 60 Jahre eingebrannt, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gestern bei der Vorstellung der Skulpturen im Neuen Museum.

Die Bronzestücke von Edwin Scharff, Otto Baum, Marg Moll, Gustav Heinrich Wolff, Naum Slutzky und Karl Knappe sowie Teile von Keramikarbeiten von Otto Freundlich und Emy Roeder waren von den Nazis beschlagnahmt worden. Wie sie an den späteren Fundort gelangt sind, ist bisher noch ein Rätsel.

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