Holiday-on-Ice-Show "Speed" hatte Premiere in Magdeburg / Tänzer, Stuntmen und 28 Eisläufer Mit Volldampf über die Eisfläche
Der fantasievoll gestaltete Monstertrack thront hoch über der glitzernden hellblauen Eisfläche der Magdeburger GETEC-Arena. Lautstark dröhnt die rhythmusdominante Musik. Scheinwerferstrahlen schweifen, verwirrend huschend, durch die Halle. Hier erlebt am Donnerstagabend "Speed" den Tourauftakt 2012/2013 - die aktuelle "Holiday on Ice"-Show.
Magdeburg l Diese reizvolle multimediale Grundstimmung, jeweils im Programmverlauf speziell abgestimmt variiert, begleitet in den folgenden zwei Stunden das neue Programm der Eisshow "Holiday on Ice". "Speed" ist die Show im 69. Jahr des Bestehens. Sie steht für ein irres Tempo und zeigt ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm in der Regie und Choreografie von Bart Doerfler.
28 Eisläuferinnen und -läufer, darunter sieben internationale Eislaufstars, vier Tänzer sowie zwei Special-Act-Darsteller bringen ein wahrlich alle Sinne berührendes Spektakel auf die Eisfläche. Die von Beginn an begeisterten Zuschauer in der jedoch nicht ausverkauften Halle erleben in zehn Szenen eine Vielfalt menschlicher Lebensbereiche.
Bei "Speed of Instinct" als Auftakt werden menschliche Leidenschaften interpretiert. Etwa 20 Eiskunstläufer in farbenfrohen, an die afrikanische Lebensweise erinnernden und dann schnell wechselnden Kostümen, nehmen in großen eleganten Bögen scheinbar schwebend Besitz von der Eisfläche. Solisten geben Kostproben ihres Könnens. Einzelne Formationen bilden sich und lösen sich spielerisch wieder auf. Auf einer öfter mehr oder weniger weit in die Halle eingefahrenen, die Eisfläche überspannenden Showbrücke produzieren sich aktionsreich tanzende Animateure.
Farbenfrohe Videoclips laufen. Auch die tolle, oft kraftvolle Musik befördert Adrenalin-Schübe. Selbst der doch etwas beißende Rauchgeruch der von Tänzern mitgeführten Fackeln, so wie es später auch die Abgase der beiden artistisch gefahrenen Motorräder bei "Speeds oft Machines" tun, gehören zum Gesamterlebnis.
In jeweils stimmigen komplexen Choreografien, die den Nerv der dargestellten Szeneninhalte ideenreich treffen, sehen die Zuschauer Eiskunstläufer, die meisterlich beherrschte, klassische Eiskunstlaufelemente, wie Sprünge mit bis zu Dreifachdrehungen, gewagte Hebungen, komplizierte Schrittkombinationen, auch irre gedrehte Pirouetten mit eindrucksvollen Spielanteilen verknüpfen.
In diese eiskunstlauf-getanzte Symbiose haben die "Holiday of Ice"-Macher effektvoll Tänzer, Akrobaten und Stunt-Skater eingebunden. Damit entstanden verschiedene eindrucksvolle Szenen "wie aus einem Stück".
Es ist schwer, einzelne Teile besonders herauszuheben, ohne andere unberechtigt zu verschweigen. Dennoch gab es Sequenzen, die besonders starken Beifall bekamen. Nach der Interpretation der Hektik der Großstadt in "Speed oft the City" war das folgende "Speed of Love" eine sehr emotional vorgetragene und irgendwie ergreifende Hommage an die Liebe und den Kuss. Kontraste wie im wahren Leben konnten die Gäste erleben, als sie von einer empfindsamen Naturschilderung in "Speed of Nature" in ein lautes Casino in "Speed of Money" versetzt wurden.
Musik von Rammstein und Sarah Connor
Nach der Pause gab es Zirkusleben bei "Speed of Thrill" und die mehr philosophische Themabehandlung "Zeit", ehe die spikesbereiften Motorräder ihre rasenden Runden zogen, Übersprünge und überraschende Bremsungen hart an der Bande vorführten.
Bei "Blau gegen Rot" flitzten zwei Show-Track-Stunts über die engen Rundenparcours. Sturz für Rot und Sieg für Blau. Und als Siegermusik erklang die Lieblingsband des Gewinners, "Rammstein". Apropos Musik. Als "künstlerische Botschafterin" für "Speed" hat Deutschlands Pop-Queen Sarah Connor eigens Songs für einige Szenen produziert.
Mit einem wiederum aktionsreichen Finale verabschiedeten sich die Künstler und das gesamte Team "Speed" vom Publikum, das das Gesehene und Erlebte mit viel Beifall bedachte. Noch ein letztes Minifeuerwerk. Dann aus.
Weitere Vorstellungen sind heute um 13 Uhr, 16.30 und 20 Uhr sowie am Sonntag um 14 und 17.30 Uhr.