Historisches Museum in Frankfurt am Main eröffnet eine weltweit einzigartige Stiftergalerie Sammlerstücke zeigen Engagement des Bürgertums
Frankfurt/Main (dapd) l Der Besucher im Historischen Museum der Stadt Frankfurt am Main nähert sich im Eingangsbereich des neuen Ausstellungsteils einer Büste des Afrikaforschers, Stifters und Sammlers Eduard Rüppell. Sie spricht: "Zum Glück war mein Vater Bankier. Wir waren reich..." Der Mitbegründer der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft von 1818 erzählt von seinen Reisen nach Äthiopien und in den Sudan sowie den von dort mitgebrachten Raritäten.
Der 1794 geborene Rüppell ist einer von zwölf bedeutenden Stiftern der Frankfurter Bürgergesellschaft aus den vergangenen drei Jahrhunderten, denen ab Sonnabend im Museum je ein Raum mit ganz unterschiedlichen Exponaten gewidmet ist: Von Münzen aus dem Altertum, Messgeräten aus dem Mittelalter, Ritterrüstungen, Fayencen, kostbaren Gemälden bis hin zu Tierschädeln, Muscheln und Elfenbein reicht die Palette der Sammlerstücke. Sie zeugen in der neuen und weltweit einzigartigen Stiftergalerie des Historischen Museums vom kulturellen Engagement des Frankfurter Bürgertums in der Stadtgeschichte, ohne das es in der freien Reichsstadt wohl kaum Museen gegeben hätte.
"Andernorts ist die Geschichte des Sammelns weitgehend von Fürstenhöfen geprägt. Hier stammen die ältesten erhaltenen Sammlungen von Bürgerinnen und Bürgern", heißt es im Begleitheft "Frankfurter Sammler und Stifter".