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Immer mehr Fernsehsendungen werden von Twitterern begleitet: Stefan Raab liegt in der Gunst der Zuschauer vorn Spiel- und Castingshows werden am häufigsten kommentiert

25.07.2012, 03:19

Hannover (dapd) l Auf der Hitliste der Twitterer liegt Raab vorn und Jauch hinten - eine Hochschulstudie hat ergeben, welch großes Interesse bei Twitterern an Game- und Castingshows besteht, wenig Resonanz finden hingegen Politittalks. Fernsehen und gleichzeitig twittern - das ist für viele Zuschauer mittlerweile gang und gäbe. Sendungen wie "Schlag den Raab" und "Deutschland sucht den Superstar" ("DSDS") stehen dabei besonders hoch im Kurs.

Von Januar bis April wurden nach Angaben der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover mehr als 32500 Tweets zu sieben Fernsehsendungen aus den Bereichen Game-/Quizshow, Reality Show, Castingshow, Krimiserie und Polittalk untersucht.

Dabei stellte sich heraus: Mehr als 11000 Tweets beschäftigten sich mit der Raab-Sendung, gefolgt von "DSDS" mit knapp 9000 und "The Voice of Germany" mit knapp 5500.

Abgeschlagen in der Hitliste der Twitterer landeten die Talkshows von Maybritt Illner mit rund 1600 und Günther Jauch mit 358 Tweets. Der "Tatort" brachte es noch auf etwa 3000 Kommentare vor dem "Dschungelcamp" mit gut 2100.

Insgesamt waren fast 11000 Nutzer beteiligt. Wie die Untersuchung weiterhin ergab, schwankt die Zahl der Tweets, die von einzelnen Nutzern abgesetzt wurden, ganz erheblich: Bis zu 143 Äußerungen wurden zu "Schlag den Raab" versendet, beim "Dschungelcamp" waren es höchstens 19.

Das Forschungsprojekt räumte nach den Worten von Christopher Buschow, der die Untersuchung wissenschaftlich begleitete, mit einigen Vorurteilen über Twitter auf. "Die Ansicht, der Umgangston bei Twitter sei rau, wurde deutlich widerlegt", sagt Buschow. "Nur fünf Prozent aller Tweets enthielten Schimpfwörter."

Darüber hinaus seien nur 0,4 Prozent aller Tweets Spam gewesen. "Und auch die Annahme, fernsehbegleitende Tweets seien ¿Unterschichtendeutsch\', stimmt nicht", betont der Wissenschaftler. "89 Prozent sind in einer absolut normalen Sprache gehalten."

Typisch für den Inhalt der Twitter-Kurznachrichten über TV-Inhalte war die Bewertung der handelnden Akteure. Auch ging es um Kontaktaufnahme zu anderen Usern.