The First Recital: Plácido Domingos erste Aufnahmen
Berlin (dpa) - Der erste Schritt zur großen Karriere ist für Opernsänger eine Sternstunde und ein entscheidender Augenblick, ebenso wie die erste Plattenaufnahme. Für Plácido Domingo kam dieser Moment 1968 mit seinem ersten Solo-Recital, das aus Anlass seines 75. Geburtstages am 21. Januar neu aufgelegt wurde.
Das Album, das damals mit dem Grand Prix du Disque ausgezeichnet wurde, erlebt immer wieder Neuauflagen. Dokumentiert sind darauf die allerersten Studio-Aufnahmen des jungen Tenors, höchst dramatische Kostproben seiner Stimme, Arien von Cilea bis Verdi.
Die Platte wurde in Berlin mit dem Orchester der Deutschen Oper aufgenommen, wenige Wochen vor Domingos legendärem Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera. Im Programm findet sich mit La dolcissima effigie auch bereits jene Arie des Maurizio aus Adriana Lecouvreur, die beim Met-Auftritt so große Begeisterung hervorrief.
Darüber hinaus sind weitere Hits aus italienischen Opern zu hören, die Domingos Weltkarriere prägen werden: Mamma, quel vino è generoso aus Cavalleria rusticana, Vesti la giubba aus Pagliacci und natürlich Nessun dorma aus Turandot ebenso wie Celeste Aida aus dem Dauerbrenner von Verdi.
The First Recital des wohl größten lebenden Tenors ist ein Zeitdokument aus den Jahren, als der in Madrid geborene Spanier noch an der Hamburger Staatsoper (1967-1970) engagiert war. Es ist der Beginn eines Opernstars, der zu den vielseitigsten Tenören gezählt werden kann und in bisher nach eigenen Angaben mehr als 145 Opernrollen glänzte.